Stille Poesie im Abseits
Le Jeanbrenin ist ein kleiner Pass, auf den grünen Hügeln zwischen Sonnenberg und Pierre Pertuis gelegen, einst durch das steinerne Hotel de l’Ours markiert, heute durch das von ferne ans Emmental erinnernde Gebäude der Stiftung, das Stall, Scheune und Wohnung unter einem Dach vereint. Auf der Höhe von 1000 Metern haben sich im 18. Jahrhundert Anabaptisten, Wiedertäufer, angesiedelt, die in deutschsprachigen Gebieten verfolgt wurden. Die dicht und üppig bewaldeten Berghänge, an denen das Strässchen zwischen Corgémont und Tramelan hinauf und hinab führt, gaben ihnen ein Gefühl des Sicher- und Geborgenseins. Ihr Lebens- und Wirkungsraum, die Wiesen auf der Höhe, lagen dem Himmel gegenüber. Dass diese nun alten Pferden als Altersweiden dienen, ist zu einem Symbol für die Philosophie unserer Stiftung geworden.
Le Jeanbrenin, die „Station der stillen Poesie im Abseits“, berührt durch seine Urtümlichkeit. Nirgends spürt man die Grösse der alten Tannen so unmittelbar wie hier, nirgends sind die Pferde so eindeutig Teil des Ganzen.










